SSV Schwimmerinnen und Schwimmer trauern um Karl Lohn   -   

Urgestein des Schwimmsports im Hochsauerland verstorben

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Der letzte Tag des Ferienfreizeit 2015 in Brilon war angebrochen, die Taschen der 20 Freizeitteilnehmer noch nicht gepackt, Abschiedsstimmung lag in der Luft. Am Abend zuvor hatten Verena Haselhoff, Heike Kuschwald und Stefan Wrede vom Vorstand den traditionellen Abschiedsabend besucht und die nicht minder traditionellen Ü-Eier mitgebracht. Es war fast alles wie immer: der „Stacho“ wurde gesungen, die Älteren erzählten den Jüngeren, was es mit dem „Stacho“ für eine Bewandtnis habe und warum alles wieder gut und schön sei, wenn Bratkartoffeln im Dorfe blühen. Wie immer seit 2012 schauten die Jüngeren die Älteren befremdet und verwundert an und sangen dann laut und begeistert mit. Diese abendlichen Traditionen gefüllt mit qualifiziertem Nonsens und herzlicher Gemeinschaftsfreude, ohne die Schwimmer- Ferienlager undenkbar sind, verbinden sich mit einem Namen: Karl Lohn !
Sollte es so sein: Karl ist am letzten Tag des Ferienlagers, als die Schwimmer sich auf die Rückreise vorbereiteten, verstorben. In den Morgenstunden dieses Tages ging Karl auf seine letzte Reise, der himmlischen Heimat entgegen.
Dieser kostbare Mensch, der vielen Schwimmergenerationen zum zweiten Vater, oder Opa geworden ist, ist nicht mehr. Sein Platz in Velmede, am Beckenrand, in der Halle (zum letzten Mal vor 4 Wochen!!!) bleibt leer. Auch nach seinem Abschied 2012 blieb er seinen Schwimmern aktiv verbunden.
Personen stehen für Inhalte. Karls starke Persönlichkeit, seine hohe Fachkompetenz, eine tiefe Menschlichkeit und Sozialkompetenz gewürzt mit tiefsinnigen Humor und eine bodenständige Lust am Leben haben den SSV Meschede von 1972 bis 2012 geprägt. Für die Kinder und Jugendlichen im Verein hat er alles gegeben: seine Zeit, seine Kraft und seine Zuwendung. Das hier hervorgehobene Engagement, das fachliche Zusammenspiel von Trainerkompetenz und Schwimmerpersönlichkeiten konnte sich sehen lassen und dokumentiert sich in sportlichen Erfolgen, persönlichen Rekorden, Titeln und lässt sich auch heute noch in den Listen der Vereinsrekorde namentlich nachlesen. Über die Jahre ist der SSV im Schwimmsport eine Größe geworden, der auch auf Landes- und Bundesebene mit Konstanz mit Titeln und Medaillenrängen gut verstreten ist.
Bei allem leistungssportlichem Drive blieb die Wertevermittlung wesentliche Triebkraft von Karls Handeln: Kinder und Jugendliche sollten lernen, auch füreinander Verantwortung zu übernehmen, die Mannschaft und nicht nur sich im Blick haben. Gemeinschaftliche Aktionen und Veranstaltungen hatten in der Ära Lohn einen wichtigen Stellenwert und Hochkonjunktur. Dieses Erbe gilt es zu bewahren und neu zu buchstabieren.
Der Trainer blieb immer Sportler. Masterschwimmer ab dem 40ten Lebensjahr: Südwestfälische Meisterschaften, Westdeutsche Meisterschaften. 1996 setzt Karl Maßstäbe. In seiner Musterdisziplin ‚Brustschwimmen‘ nimmt er an den Weltmeisterschaften der Masters in Sheffield GB teil. Chapeau !
Für junge Menschen ist die Aussage „ 40 Jahre Engagement für den Schwimmsport“ schier unvorstellbar.
Vor diesem wunderbaren Menschen, vor diesem erfolgreichen Trainer und seiner Lebensleistung verneigen wir uns und sagen: Danke !
Mit seiner lieben Frau Christa, seinen Kindern und Enkelkindern sind wir traurig und teilen die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Mit Euch fühlen wir uns verbunden.
Es bleibt dabei: „ Wenn im Dorf die Bratkartoffeln blühen, ist alles wieder gut und schön“ Tschüs, Karl !
Ulli Haselhoff

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Pressseinformation

Karl Lohn - Langjähriger Trainer des SSV Meschede verstorben, 40 Jahre engagiert für den Schwimmsport

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Foto: Jakob Igges

Einer der prägenden Persönlichkeiten des Schwimmsports im Hochsauerland ist tot. Am vergangenen Dienstag starb Karl Lohn 73jährig in Bestwig. Über 40 Jahre – von 1972 bis 2012 - trainierte Lohn die Leistungsschwimmer  des SSV Meschede und prägte durch Persönlichkeit, Fachkompetenz, Verantwortungsbewusstsein, Humor und eine bodenständige Lust am Sport und Leben Schwimmergenerationen. Das Ergebnis seiner Trainerkompetenz im Zusammenspiel mit den Schwimmerpersönlichkeiten konnte sich sehen lassen. Ungezählt sind die Medaillen- und Titelgewinne bei regionalen, landes-, bundes- und europaweiten Wettkämpfen und Meisterschaften, die auch den SSV Meschede über die Grenzen des Sauerlandes bekannt machten. „Karl Lohn hat über Jahrzehnte viel Herzblut und überdurchschnittliches, persönliches und zeitliches Engagement in die sportliche Profilbildung der einzelnen Schwimmer und des Vereins gesteckt“, so Pressesprecher Ulli Haselhoff. Bei allem sportlichen Drive blieb die Wertevermittlung wesentliche Triebkraft seines Handeln: Kinder und Jugendliche sollten lernen, füreinander Verantwortung zu übernehmen, die Mannschaft und nicht nur sich im Blick haben“, so Haselhoff.  Die von ihm initiierten Ferienfreizeiten haben bis heute einen großen Stellenwert im Vereinsprogramm. Die SSV Schwimmabteilung und viele Weggefährten aus den Schwimmvereinen des Hochsauerlandkreises denken dankbar an dieses Urgestein des sauerländischen Schwimmsports.   

 


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